PROLOG - Auszug aus der Chronik

Am 19. Januar 2000 verabredeten sich 12 Bürgerinnen und Bürger aus Sandow und Umgebung und wollten nicht hinnehmen, dass es im Stadtteil Sandow keine Bibliothek, keinen kulturellen Treff mehr geben sollte, denn am Jahresende 1999 wurde die Stadtteilbibliothek am Jacques-Duclos-Platz trotz 1300 Protestunterschriften geschlossen.

Diese zwölf Bürgerinnen und Bürger gründeten den Verein „Bücherei Sandow“. Das vorrangige Ziel sollte sein, Kindern, Seniorinnen und Senioren, gesundheitlich benachteiligten und neu zugezogenen Einwohnern dieses Stadtteils eine wohnortnahe Betreuung und dadurch gleichberechtigten Zugriff auf Medien in Schrift und Bild zu ermöglichen beziehungsweise zu sichern sowie Integrationsangebote zu unterbreiten.

Heute, zum 15. Jahrestag unseres Bestehens können wir sagen, unsere Vereinsidee ist ein tragfähiges Konzept für vielfältige kulturelle Aktivitäten. Bis zum Jahresende 2014 haben wir insgesamt 281 Veranstaltungen organisiert und durchgeführt. Und mit unserem gut sortierten Literaturangebot von zur Zeit etwa 7150 Medieneinheiten können wir viele Leserwünsche bei sehr moderaten Ausleihgebühren erfüllen.

Unser Veranstaltungsangebot trifft das Interesse vieler Bürgerinnen und Bürger nicht nur in Sandow. Es wird uns bestätigt, dass es bunt und vielfältig ist, tolerant, sozialkritisch, kompetent, zeitnah und  interessant. Wir verstehen unsere kulturellen Ambitionen als Dienstleister und erfahren dabei auch beachtliche Unterstützung. Unsere Devise „Auch Kultur ist ein Lebensmittel“ beflügelt unsere ehrenamtliche Tätigkeit. In mehr als 4000 Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit jährlich leisten viele unserer derzeit 4o Vereinsmitglieder zuverlässig und verantwortungsbewusst Vielfältiges. Nicht nur in der Ausleihe sind sie seit Herbst 2000 an wöchentlich drei Tagen tätig: Montags und freitags von 13 bis 17 Uhr und mittwochs von 9 bis 13 Uhr.

Es ist uns ein besonderes Bedürfnis, Buchautoren und Leser miteinander bekannt zu machen, Vereine vorzustellen, die Begegnungen verschiedener Traditionen zu vermitteln. In unserer „Kleinen Galerie“ stellen  Malerinnen und Maler sowie Fotografen und ihre Bilder, ihre Kunst vor.

Vor allen bemühen wir uns, Kinder für das Erlebnis Lesen in aller Vielfalt zu begeistern. Wir haben Kooperationsverträge mit den beiden Grundschulen in Sandow, pflegen die Zusammenarbeit mit dem Piccolo-Theater insbesondere zum Thema „Holt die Bücher aus dem Feuer“ und initiierten das Volksliedersingen im Blechen-Park. Auch die Themen des politischen Alltags spielen bei uns eine Rolle: So zum Beispiel Stadtgeschichte oder die Brandenburgische Frauen- und Seniorenwoche. Ein besonders enges Verhältnis pflegen wir zur Jüdischen Gemeinde Cottbus, zu ihrem Chor und der Tanzgruppe.

Für unsere ehrenamtliche Tätigkeit wurden wir bereits viermal ausgezeichnet oder gewürdigt.

Gudrun Hibsch  /  Vereinsvorsitzende

 

 

Das Anliegen dieser Bücherei

Der Verein "Bücherei Sandow e.V." setzt die Tradition der kommunalen Stadtteilbibliothek fort, die 1999 aus Kostengründen geschlossen wurde.

Zu ihren Aufgaben gehören:

* die kurzwegige Versorgung vor allem von Kindern, Menschen mit Behinderungen, Seniorinnen und Senioren mit Medien in Schrift, Ton und Bild,

* die Durchführungen künstlerisch-literarischer Veranstaltungen, wie Buchlesungen, Ausstellungen, Gesprächsrunden, Video- und Dia-Vorträge,

* die inhaltliche und organisatorische Unterstützung des Unterrichts an Sandower Schulen,

* die Förderung von Sprache und Kultur nationaler Minderheiten.

 

 

Logo - Gestaltung: Logoteam Jürgen Richter


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